Seit Frühjahr 2014 gibt es im BRK-Kreisverband Altötting eine Rettungshundestaffel. Die Hunde werden hier in erster Linie im Bereich der Flächensuche ausgebildet. Ein Flächensuchhund wird benötigt, wenn z. B. ein größeres Waldstück schnellstmöglichst abgesucht werden muss, wenn dort eine vermißte Person vermutet wird.

 

Warum werden Hunde zur Flächensuche eingesetzt? Der Hund besitzt ca. 220 Millionen Riechzellen (im Vergleich: der Mensch ca. 5 Millionen) und ist somit optimal für die Nasenarbeit geeignet. Ein Rettungshund stöbert nach menschlicher Witterung und kann selbst bei schlechter Sicht und dichtem Unterholz einen Mensch in mehreren hundert Metern riechen und orten.

Findet der Rettungshund die vermißte Person, zeigt er dies zuverlässig an. Dies kann einerseits durch Verbellen geschehen, was bedeutet, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der aufgefundenen Person bleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer eintrifft. Eine weitere Anzeigeart ist das Rückverweisen. Hier läuft der Hund  zum Hundeführer zurück und bellt oder springt ihn an, um den Fund kundzutun. Gemeinsam mit dem Hundeführer geht es dann zurück zur Person.

 

Bis das Rettungshundeteam (Hund und der Hundeführer) soweit ist, dass es in Einsätzen eingesetzt werden kann, dauert es ca. 2-3 Jahre. In dieser Zeit wird zum einen der Hundeführer im Bereich Erste Hilfe/Sanitätswesen, Kynologie, Einsatztaktik u.v.m. und zum anderen der Hund zur Suche ausgebildet.

 

Wir trainieren 2x wöchentlich entweder auf einem Hundeplatz oder im Wald. Dabei ist es egal, ob es regnet, schneit oder ob es heiß ist. Das Training dauert jeweils drei bis sechs Stunden. Die theoretische Ausbildung des Hundeführers findet überwiegend am Wochenende zusätzlich zum Training statt.

 


Die Rettungshundearbeit im BRK-Kreisverband Altötting in Bildern:

 

 

 

Zu Beginn der Ausbildung (die im Idealfall bereits im Welpenalter liegt) wird im Training mit dem Hund gespielt oder es erfolgt die Bestätigung durch besondere Leckerlies.

 

 

 

Das Suchtraining findet entweder im Wald oder auch mal in Kiesgruben statt, so dass der Hund an möglichst viele verschiedenen Situationen herangeführt wird. Auch hier wird der Hund für das erfolgreiche Finden der Person immer mit Futter oder Spielen bestätigt.

 

 

Die theoretische Ausbildung der Hundeführer ist recht umfangreich: Einführungsseminar, Erste Hilfe, Grundlagen Betreuung, Sanitätsausbildung, hundespezifische Ausbildungen wie Kynologie, Erste Hilfe am Hund, Einsatztaktik, Karte/Kompaß/GPS.... um nur einige zu nennen. Die Ausbildungen finden in der Regel am Wochenende und zusätzlich zum eigentlichen Training statt.

 


Bei Vorführungen stellen wir natürlich auch gerne die Arbeit unserer Hunde vor wie hier am Tag der offenen Tür im Tierheim Winhöring.

Außerdem sind wir auf Anforderung auch in Schulen unterwegs um den Schülerinnen und Schülern die Arbeit eines Rettungshundes näher zu bringen.

Nach zwei bis drei Jahren Ausbildung ist es dann soweit: Das Rettungshundeteam muss in einer Prüfung nach DIN 13050 zeigen, was es gelernt hat. Die Prüfung erstreckt sich auf die Bereiche: Fachprüfungsfragen für den Hundeführer, Verweisanzeige des Hundes, Unterordnungsprüfung und der anschließenden Suche im Wald mit 30.000 m² mit mehreren vermißten Personen. Verläuft diese Prüfung insgesamt erfolgreich bekommt der Rettungshund die Rettungshundeplakette, wie hier auf dem Foto Filou. Die Prüfung ist alle 18 Monate zu wiederholen.

Unsere Sponsoren/Helfer

Unser herzlicher Dank gilt unseren

Helfern und Sponsoren!